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Montag, 28 November 2011 12:51

Impfungen für Hunde

Impfungen, die jeder Hund erhalten sollte

Die Impfung erfolgt durch eine Injektion unter die Haut.

    Grundimmunisierung      8. Lebenswoche       

  Staupe
  Hepatitis contagiosa canis
  Parvovirose 1
  Zwingerhusten (Parainfluenza-Virus)  
  Leptospirose

      

 

  12. Lebenswoche  

   

  Wie 8. Woche +Tollwut

 

  16. Lebenswoche 2

 

  Wie 12. Woche

     Auffrischung

 

  Jährlich 3

 

  Wie 12. Woche

Falls ältere Hunde eine Grundimmunisierung benötigen (beispielsweise wenn der jährlich Impfabstand deutlich überschritten wurde), erfolgt diese durch 2 Impfungen, ebenfalls im Abstand von 4 Wochen.

 

Impfungen, die bei Bedarf angewandt werden können

Zwingerhusten (Bordetella bronchiseptica, Canines Parainfluenzavirus): bei erhöhtem Infektionsdruck

Falls ein Hund einem erhöhten Infektionsdruck ausgesetzt wird, beispielsweise durch einen Aufenthalt in einer Hundepension oder bei einer Ausstellung, kann es sinnvoll sein, zusätzlich zur regulären jährlich Zwingerhusten-Impfung einen weiteren Impfstoff anzuwenden. Dieser schütz neben den Parainfluenzaviren auch gegen Bordetella bronchiseptica, eine Bakterienart, die ebenfalls zum Krankheitskomplex beitragen kann.
Die einmalige Impfung sollte 3 Wochen vor dem Ereignis vorgenommen werden, um ihre volle Wirkung zu entfalten, die Dauer des Impfschutzes beträgt ein Jahr, das Mindestalter 3 Wochen. Die Impfung erfolgt durch eine Applikation in die Nase.

Borreliose

Die Borreliose ist eine Erkrankung, die durch die Bakterienart Borrelia burgdorferi sensu stricto verursacht wird. Sie kann durch Bisse von infizierten Zecken übertragen werden, jedoch ist die Gefahr zu Erkranken für den Hund deutlich geringer als für den Mensch.
Eine Impfung ist allgemein dann sinnvoll, wenn man in einer Gegend wohnt, in der viele Zecken infiziert sind und wenn man häufig Zecken auf dem Hund findet. Die Impfung erfolgt durch eine Injektion unter die Haut.

  

  Grundimmunisierung  

 

    Ab 12. Lebenswoche, idealerweise im Frühjahr des 1. Impfjahres

   

    Wiederholung nach 3 – 5 Wochen

 

   

    Wiederholung nach 4 – 6 Monaten, idealerweise im Herbst des 1. Impfjahres

 

       

    Wiederholung nach weiteren 4 – 6 Monaten, idealerweise im Frühjahr des 2. Impfjahres   

   Auffrischung

   

    Jährlich vor Beginn der Zeckensaison

 


Herpes-Viren: bei trächtigen Hündinnen

Eine Infektion erwachsener Hunde mit caninen Herpesviren geht in der Regel ohne eine klinisch sichtbare Erkrankung einher. Falls sich jedoch eine trächtige Hündin mit den weit verbreiteten Viren infiziert, hat dies oft schwerwiegende Folgen für den Nachwuchs: es kann zu Fehlgeburten, Geburt lebensschwacher Welpen und deren Tod kurz nach der Geburt kommen. Deswegen ist es wichtig die tragende Hündin zu impfen. So wird sowohl eine Infektion der Mutter während der Trächtigkeit, als auch eine Infektion der Welpen direkt nach der Geburt verhindert. Die erste Impfung sollte bereits während der Läufigkeit oder 7 bis 10 Tage nach dem angenommenen Deckzeitpunkt erfolgen, eine zweite Impfung 1 bis 2 Wochen vor dem erwarteten Geburtstermin. Da die Impfung nur einen relativ kurzen Schutz bietet, muss sie mit jeder Trächtigkeit wiederholt werden.

 

 

1 In gefährdeten Beständen (beispielsweise in Zuchten, die häufiger Probleme mit Parvovirose haben) ist eine zusätzliche Impfung im Alter von 6 Wochen empfehlenswert. Die weitere Impfempfehlung wird dadurch nicht verändert.

2 Die im Alter von 16 Lebenswochen empfohlene 3. Impfung geht über die gesetzliche Anforderung hinaus, ist aber aus immunologischen Aspekten sinnvoll.

3 Je nach Herstellerangaben ist eine Auffrischung der Tollwutimpfung alle 3 Jahre, die der Parvoviroseimpfung alle 2 Jahre ausreichend. Da dies jedoch einen deutlich höheren Aufwand für den Tierhalter bedeuten würde, ist es üblich alle 6 Impfungen jährlich gemeinsam aufzufrischen. Falls das Tier ins Ausland reisen soll, sind außerdem die jeweiligen Einreisebestimmungen bezüglich der Tollwutimpfung zu beachten.