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Donnerstag, 28 Februar 2013 16:54

Achtung Flohinvasion

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Achtung Flohinvasion und wie man ihr vorbeugen kann…

Zu Zeiten in denn wir unsere Wohnungen noch nicht so kuschelig warm gehalten haben wie heute konnten sich Tierbesitzer in er kalten Jahreszeit zu Recht vor Flöhen in Sicherheit wähnen. Da bei niedrigen Temperaturen die Lebensenergie sowie der Appetit auf Blut und Fortpflanzung sinken, machten Flöhe früher Winterpause. Folglich konnte man ab den ersten kalten Tagen die Flohbekämpfung weitgehend vergessen. Da sich unsere vierbeinigen Lieblinge inzwischen an ein kuscheliges Zuhause gewöhnt haben profitieren davon auch die unerwünschten Plagegeister, die leider nicht mehr an eine Winterruhe denken.

Man muss sich vor Augen führen, dass bei jedem Flohbefall tausende von Eiern gelegt werden. Diese Eier werden jedoch nicht auf Hund oder Katze, sondern in der Wohnung (z.B. Körbchen, Polstermöbeln oder Teppichen) abgelegt. Besonders unter warmen Bedingungen entwickeln sich darauf rasend schnell neue Flöhe, die wiederum Hund und Katze neu befallen und weitere Eier ablegen. Beheizte Räume in den Wintermonaten bieten daher optimale Bedingungen und führen häufig zu regelrechten Flohinvasionen. Die Zwischenstadien der Entwicklung, sog. Puppen, bleiben zudem über mehrere Monate gefährlich und ohne Behandlung kann ein Teufelskreis entstehen.

Flöhe – nicht nur lästig, auch gefährlich

 

Zum Einen führt Flohbefall zu quälendem Juckreiz. Durch intensives Kratzen und Beißen verletzen sich betroffene Hunde und Katzen selber. Nicht selten führt dies zu Entzündungen oder schweren Ekzemen. Wiederholter Kontakt mit Flohspeichel kann zu Allergien und dauerhaften Hauterkrankungen führen. Zum Anderen stellen Flöhe die wichtigste Überträgerquelle für Bandwürmer dar. Bei der Fellpflege werden die Flöhe verschluckt und führen dadurch zur Infektion. Auch die Übertragung anderer Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien beim Saugakt ist denkbar. Hunde- und Katzenflöhe sind nicht wirtsspezifisch und können durchaus auf den Menschen über gehen. Bei kleinen Tieren oder Welpen kann ein starker Flohbefall sogar zu einer lebensbedrohlichen Blutarmut führen.

 

Den Teufelskreis unterbrechen

 

Man muss wissen, dass nur ca. 5% der Flöhe tatsächlich auf dem Tier zu finden sind. Damit kommt der Umgebungsbehandlung zur nachhaltigen Bekämpfung einer Flohplage eine wichtige Rolle zu.

Die erwachsenen Flöhe auf Hund oder Katze werden häufig mit Spot-on Produkten oder modernen Flohhalsbändern bekämpft. Ob ein präventiver Einsatz oder erst bei Entdeckung eines Flohs sinnvoll ist, hängt davon ab, wie häufig und intensiv der Kontakt zu anderen Hunden oder Katzen ist. Der Einsatz von „natürlichen Substanzen“ führt allenfalls zu einer Vertreibung der Parasiten, aber töten sie nicht ab – eine Reinfektion ist also wahrscheinlich und der Einsatze solcher Präparate nicht zu empfehlen. Zur Behandlung von Körbchen, Decken, Sofas etc. sollte man geeignete Umgebungssprays und Vernebler aus der Tierarztpraxis verwenden. Zudem kann man Hund und Katze ganzjährig mit Medikamenten behandeln, die eine Weiterentwicklung der abgelegten Eier verhindern und damit die Vermehrung der Plagegeister effizient unterbrechen.

 

3-Punkte-Plan gegen Flöhe

 

  1. Behandlung von Hund und Katze, um erwachsene Flöhe auf dem Tier möglichst schnell abzutöten.
  2. Behandlung der Umgebung zur Abtötung der Eier und Larven bzw. Behandlung des Tieres mit einem Präparat, das die Flöhe unfruchtbar macht.
  3. Ganzjähriger vorbeugender Flohschutz, um einen Neubefall zu verhindern.

 

Welche Maßnahmen für das einzelne Tier und sein Herrchen und Frauchen im einzelnen Fall sinnvoll und gesundheitlich verträglich sind, erfahren Sie beim Besuch in der Tierarztpraxis. Wir beraten Sie gern!