Zu lange Krallen vermeiden: So bleiben Pfoten gesund


Krallenpflege bei Hund und Katze: Kleine Maßnahme, große Wirkung

Wie unsere Nägel wachsen, wachsen auch die Krallen von Hunden und Katzen. Regelmäßige Krallenpflege ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge.

Allerdings unterscheiden sich Hund und Katze deutlich darin, wie sich ihre Krallen auf natürliche Weise abnutzen und erneuern.

Warum Krallenpflege wichtig ist

Bei Hunden nutzen sich die Krallen durch ausreichend Bewegung auf festem Untergrund normalerweise ab. Bei vielen Vierbeinern geschieht dies jedoch nicht, sodass regelmäßiges Kürzen notwendig wird.

Zu lange Krallen können:

  • Fehlstellungen der Zehen verursachen
  • Schmerzen beim Laufen auslösen
  • langfristig zu Fehlhaltungen führen

Deshalb sollte die Krallenlänge regelmäßig kontrolliert werden.

Katzenkrallen funktionieren anders

Freilebende Katzen sind auf scharfe Krallen angewiesen, um Beute zu fangen und zu klettern.

Dabei wächst die innere Kralle kontinuierlich nach außen. Die alte äußere Hornhülle wird abgestoßen und die neue Kralle kommt zum Vorschein.

Bei älteren Katzen funktioniert dieser natürliche Erneuerungsprozess häufig nicht mehr zuverlässig. Dadurch können Krallen einwachsen und Beschwerden verursachen.

Auch bei Wohnungskatzen kann es sinnvoll sein, die Krallenspitzen regelmäßig zu kürzen, damit sie nicht im Teppich oder anderen Materialien hängen bleiben.

Regelmäßiges Kürzen ist entscheidend

Das Kürzen der Krallen ist bei Hund und Katze genauso wenig schmerzhaft oder unangenehm wie das Schneiden unserer eigenen Nägel – vorausgesetzt, es wird richtig durchgeführt.

Da die Krallenpflege in der Regel alle 3 bis 5 Wochen notwendig ist, ist es sinnvoll, wenn Sie diese selbst durchführen können.

Bei Hunden gilt:

Je länger die Krallen werden, desto weiter wächst das Blutgefäß innerhalb der Kralle nach vorne. Dadurch steigt das Risiko von Blutungen und Schmerzen beim Kürzen. Wird zu lange gewartet, kann es mehrere Monate dauern, die Krallen schrittweise wieder auf die richtige Länge zu bringen.

So erkennen Sie zu lange Hundekrallen

Eine gute Orientierung ist:

Die Krallen sollten beim stehenden Hund den Boden gerade berühren.

Warten Sie nicht, bis:

  • die Krallen beim Laufen hörbar auf den Boden klackern
  • die Zehen verdreht stehen
  • Ihr Hund lahmt

Die richtige Vorbereitung

Damit das Krallenschneiden möglichst stressfrei verläuft:

  • Gewöhnen Sie Ihr Tier früh an das Anfassen der Pfoten.
  • Üben Sie Festhalten und Stillhalten.
  • Sorgen Sie für eine entspannte Atmosphäre und ruhige Umgebung.
  • Kürzen Sie die Krallen zu einer Zeit, zu der Ihr Tier entspannt und ausgelastet ist.
  • Verwenden Sie geeignetes und scharfes Werkzeug.

Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl.

Krallen richtig kürzen

Bei Hund und Katze ist es ganz wichtig, dass man die Kralle wirklich sieht und alle Haare aus der Schnittgegend entfernt sind.

Beim Hund sollten die Krallen während des Schneidens einzeln in der Hand fixiert werden. Das ist für das Tier meist am angenehmsten und stellt gleichzeitig sicher, dass keine Haare in der Schnittlinie liegen.

Bei Katzen lassen sich die Krallen durch leichten Druck auf die Ballen hervorholen. So hat man ausreichend Platz und keinerlei Haare im Weg.

Die Schnittlinie verläuft immer senkrecht zur Kralle, also parallel zum Boden.

Schneiden Sie Katzenkrallen am einfachsten mit einem kräftigen Nagelknipser oder einer speziellen Krallenschere. In den meisten Fällen wird lediglich die Spitze gekürzt. Bei älteren Katzen ist es häufig notwendig, alte Hornhülsen zu entfernen, wenn diese sich nicht mehr selbstständig ablösen. Lassen Sie sich dies beim ersten Mal gerne von uns zeigen.

Hundekrallen sollten immer mit einer gut schneidenden Krallenschere gekürzt werden. Wichtig ist dabei, ein geeignetes Modell zu verwenden, bei dem die Schneidbacken nicht so breit sind, dass versehentlich der Ballen eingeklemmt werden kann.

Eine gute Orientierung für die richtige Länge ist, dass die Krallen beim stehenden Hund den Boden gerade berühren. Kontrollieren Sie die Krallenlänge regelmäßig und warten Sie nicht, bis die Krallen beim Laufen hörbar auf dem Boden klackern, die Zehen verdreht stehen oder Ihr Hund bereits lahmt.

Beginnen Sie – wenn vorhanden – mit hellen Krallen. Hier lässt sich das Blutgefäß häufig gut erkennen, teilweise sogar mit Hilfe einer Taschenlampe. Beachten Sie dabei, dass feine Blutgefäße oft noch ein kleines Stück weiter in die Kralle hineinreichen.

Hat Ihr Hund ausschließlich dunkle Krallen, empfiehlt es sich, sich langsam und schrittweise an die richtige Länge heranzutasten.

Sollte eine Kralle einmal bluten, bewahren Sie Ruhe. Üben Sie mit einem Wattestäbchen oder einem nicht fusselnden Papiertaschentuch etwa fünf Minuten lang Druck auf die Blutungsstelle aus oder legen Sie kurzfristig einen Druckverband an.

Schneiden oder Feilen?

Neben dem Schneiden kann auch das Feilen der Hundekrallen eine gute Alternative sein.

Dabei sollten Hunde zunächst an das Geräusch und anschließend an die Vibration gewöhnt werden. Das Feilen dauert häufig etwas länger, bietet vielen Tierhalterinnen und Tierhaltern jedoch mehr Sicherheit, da man zwischendurch immer wieder kontrollieren kann, ob sich die Oberfläche der Kralle verändert. Dadurch kommt es seltener zu Blutungen.

Auch nach dem Schneiden kann es sinnvoll sein, die Kanten mit einer Feile zu glätten. Ziehen Sie die Feile dabei immer von der Krallenspitze in Richtung Ballen.

Wolfskrallen bei Hunden

Als Wolfskralle bezeichnet man eine zusätzliche Kralle an der Innenseite der Hintergliedmaße. Bei manchen Rassen, beispielsweise dem Beauceron, kommen sogar doppelte Wolfskrallen vor.

Da diese Zehen keinen Bodenkontakt haben, nutzen sich die Krallen nicht natürlich ab und müssen regelmäßig gekürzt werden.

Werden Wolfskrallen nicht gepflegt, können sie in die Haut einwachsen und erhebliche Beschwerden verursachen.

Das Entfernen einer Wolfskralle ohne medizinischen Grund ist laut Tierschutzgesetz grundsätzlich nicht erlaubt. Verletzt sich ein Hund jedoch regelmäßig an der Wolfskralle, kann eine chirurgische Entfernung durch den Tierarzt empfohlen werden. Manchmal handelt es sich dabei lediglich um einen Eingriff in der Haut, häufig entspricht die Operation jedoch einer Zehenamputation.

Unser Tipp

Lassen Sie sich das Kürzen der Krallen zu Beginn von uns zeigen. Je öfter Sie es anschließend selbst durchführen, desto leichter fällt es Ihnen und Ihrem Vierbeiner.

Vereinbaren Sie gerne einen Termin, wenn Sie Unterstützung benötigen oder sich die richtige Technik zeigen lassen möchten.

Wir sind für Sie da!


Reisen mit Hund oder Katze: Daran sollten Sie rechtzeitig denken


Sicher unterwegs: Reiseapotheke und Reisevorbereitung für Ihr Haustier

Der nächste Urlaub kommt bestimmt. Damit Sie die gemeinsame Reise mit Ihrem Haustier entspannt genießen können, lohnt sich eine rechtzeitige Vorbereitung.

Eine gut ausgestattete Reiseapotheke kann helfen, kleinere Beschwerden oder Verletzungen unterwegs zu versorgen und Tierarztbesuche im Urlaub zu vermeiden. Als Hilfe zur Selbsthilfe ist es sinnvoll, auch für Ihr Haustier eine Notfallapotheke parat zu haben.

Kommen Sie frühzeitig auf uns zu, denn insbesondere bei Reisen ins Ausland gibt es wichtige Vorgaben zu beachten. Neben einem passenden Parasitenschutz können je nach Reiseziel beispielsweise die Bestimmung des Tollwutantikörpertiters oder die Dokumentation des Gesundheitszustandes erforderlich sein. Viele dieser Maßnahmen müssen in einem gesetzlich festgelegten zeitlichen Abstand vor Reisebeginn erfolgen.

Das gehört in jede Haustier-Notfallapotheke

  • Digitales Fieberthermometer
  • Nicht brennendes Desinfektionsmittel, z. B. auf Basis einer hypochlorigen Säure
  • 2-ml- und 5-ml- bzw. 10-ml-Spritzen
  • Antiseptische Wundcreme
  • Verbandsmaterial passend zur Tiergröße
  • Schere
  • Gut greifende Pinzetten, z. B. Splitter- und Standardpinzette
  • Flohkamm
  • Zeckenzange oder Zeckenhaken
  • Passendes Schnauzenband aus Nylon für Hunde, die bei Schmerzen nur vorsichtig angefasst werden können

Wichtig: Octenisept ist nicht dafür vorgesehen, Wunden zu spülen, da dies regelmäßig zu schweren Nebenwirkungen führen kann.

Individuelle Ergänzungen für Ihr Tier

Zusätzlich kann es sinnvoll sein, bestimmte Präparate passend zu Urlaubsreisen oder individuellen Empfindlichkeiten Ihres Haustieres im Haus zu haben. Gerne stellen wir gemeinsam mit Ihnen eine auf Ihr Tier abgestimmte Reiseapotheke zusammen.

Für den Urlaub am Meer zusätzlich sinnvoll

  • Rückfettendes Shampoo
  • Milder Ohrenreiniger
  • Panthenolhaltige oder antiallergische Augentropfen
  • Präparate gegen Erbrechen und Durchfall
  • Sonnencreme für wenig behaarte Stellen und weiße Tiere

Reisekrankheit beim Hund

Denken Sie auch daran, dass es wirksame Tabletten mit dem Wirkstoff Maropitant gegen Reisekrankheit beim Hund gibt.

Tollwutantikörper-Nachweis rechtzeitig einplanen

Vor der (Wieder-)Einreise in die EU aus einem nicht gelisteten Drittland müssen Heimtiere einer Blutuntersuchung auf Antikörper gegen Tollwut unterzogen worden sein.

Die Untersuchungsdauer beträgt in der Regel 3 bis 10 Tage. Das für die Reise gültige Zertifikat wird anschließend versandt.

Bitte planen Sie die Untersuchung rechtzeitig ein, damit Ihrem Urlaub mit dem Haustier nichts im Wege steht.

Wichtig:

  • Die Tollwutimpfung darf frühestens im Alter von 12 Wochen erfolgen.
  • Die Impfung darf nicht vor der Kennzeichnung mittels Mikrochip durchgeführt werden, damit eine eindeutige Zuordnung der Impfung zum Tier gewährleistet ist.
  • Für die (Wieder-)Einreise in die EU aus einem nicht gelisteten Drittland muss die Blutentnahme mindestens 30 Tage nach der Tollwutimpfung erfolgen.

Planen Sie Ihre Reisevorbereitungen deshalb möglichst frühzeitig.

Wir beraten Sie gerne.

Wir sind für Sie da!


Ab ca. 8 Jahren wichtig: Arthrose erkennen & Alters-Check-up nutzen


Arthrose früh erkennen: Warum regelmäßige Alters-Check-ups so wichtig sind

Ungefähr vier von fünf älteren Hunden und 30 bis 90 % aller Katzen über sechs Jahre leiden an Arthrose. Aber auch fast 40 % der Hunde unter vier Jahre weisen bereits Gelenkverschleiß auf.  Damit gehört diese Erkrankung zu den häufigsten Ursachen chronischer Schmerzen bei Haustieren.

Arthrose kann leider nicht geheilt werden und verschlimmert sich schleichend. Umso wichtiger ist es, erste Veränderungen frühzeitig zu erkennen und den Bewegungsapparat gezielt zu unterstützen.

Welche Anzeichen sollten Sie beachten?

Bitte führen Sie nie Veränderungen einfach auf das Alter Ihres Tieres zurück. Vereinbaren Sie bei Auffälligkeiten einen Termin und sprechen Sie uns an.

Typische Hinweise können sein:

  • Veränderungen des Gangbildes
    Besonders nach dem Aufstehen zeigen viele Tiere Startschwierigkeiten und „laufen sich ein“.
  • Veränderte Liegegewohnheiten
    Katzen springen seltener auf erhöhte Plätze. Hunde wechseln häufiger die Liegeposition oder bevorzugen kühle Untergründe.
  • Bewegungsunlust
    Tiere spielen weniger, brechen Aktivitäten schneller ab oder bewegen sich allgemein ungern.
  • Verhaltensänderungen
    Viele Tiere reagieren empfindlicher beim Streicheln oder bei der Fellpflege. Hunde lecken häufiger an Gelenken, Katzen pflegen sich oft weniger.
  • Unsauberkeit bei Katzen
    Der Gang zur Katzentoilette kann Schmerzen verursachen.
  • Verändertes Verhalten beim Urin- oder Kotabsatz
    Rüden vermeiden häufig das Anheben eines Beins. Hunde laufen beim Kotabsatz manchmal weiter, da dies weniger schmerzhaft ist.
  • Muskelverlust
    Dieser fällt häufig erst bei der tierärztlichen Untersuchung auf.

Wie entsteht Arthrose?

Bei arthrotisch veränderten Gelenken baut sich die über den Knochenenden liegende schützende und stoßdämpfende Knorpelschicht ab und der Gelenkspalt wird enger. Schreitet diese Veränderung fort, berühren sich die Knochen und reiben bei Bewegung direkt aufeinander. Anders als das Knorpelgewebe ist der Knochen schmerzempfindlich.

Zeitgleich verflüssigt sich die Gelenksflüssigkeit durch den Entzündungsprozess und kann so nicht mehr ausreichend für ein reibungsloses Gleiten der Gelenkflächen aneinander sorgen. Außerdem wird der Druck nicht mehr gleichmäßig über die Gelenkfläche verteilt.

Hierdurch entstehen die Schmerzen bei Arthrose.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Arthrotische Gelenksveränderungen, die als Folge von Knochenbrüchen oder Bänderrissen entstehen, lassen sich leider oft nicht vermeiden. Auch ist durch den progressiven Verlauf dieser Erkrankung klar, dass Probleme meist erst mit fortschreitendem Alter auftreten.

Die nachfolgend aufgeführten Risikofaktoren sind jedoch vermeidbar bzw. deutlich einzuschränken.

Stellen Sie bei der Auswahl Ihres Hundes, wenn möglich, sicher, dass die Elterntiere auf häufig vorkommende Gelenkerkrankungen wie Hüftdysplasie (HD), Ellbogendysplasie (ED) und Kniescheibenluxation getestet wurden. Sind beide Elternteile nicht von diesen Erkrankungen betroffen, ist das Risiko minimal, dass Ihr Welpe später an diesen erkrankt.

Beachten Sie, dass auch bestimmte Katzenrassen zu Gelenkproblemen neigen: Scottish Fold leiden sehr häufig unter einer genetisch bedingten Knorpelanomalie, die zu schweren Arthrosen führt. Maine Coon neigen zu Hüftgelenksdysplasien (HD) und Devon Rex und Abessinier sind anfälliger für Kniescheibenluxationen.

Überlastung und Übergewicht belasten die Gelenke. Dies hat die schlimmsten Auswirkungen in der Wachstumsphase. Ein zu schnelles Wachstum durch zu viel Energiezufuhr Ihres Welpen muss daher unbedingt vermieden werden.

Übergewicht kann in jedem Alter unter anderem dazu beitragen, dass sich eine Arthrose überhaupt erst entwickelt, da das Fettgewebe neben der Gewichtsbelastung auf die Gelenke Hormone bildet, die Entzündungen verursachen.

Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

  • Schmerztherapie:

Diese ist, sobald Symptome erkennbar sind, sehr wichtig. Sie erfolgt meist durch Entzündungshemmer und Schmerzmittel.

  • Gewichtsmanagement:

Wie oben ausgeführt, ist es nötig, für das optimale Körpergewicht zu sorgen. Es gibt spezielle Diätfuttermittel, von denen Ihr Tier so viel fressen kann, dass es satt ist und dennoch abnimmt. Lassen Sie sich von uns beraten.

  • Nahrungsergänzung:

Unterstützend können verschiedene Ergänzungsfuttermittel wie z.B. Grünlippenmuschelextrakt, Omega-3-Fettsäuren, MSM oder Teufelskralle sein. Auch hier helfen wir Ihnen bei der Auswahl geeigneter Produkte.

  • Bewegung anpassen:

Es ist wichtig, dass sich das Tier bewegt. Denn nur mit der Bewegung wird der Gelenkknorpel ausreichend versorgt.

Beim Hund hilft es regelmäßig, häufiger und dafür kürzer spazieren zu gehen.

Bei Katzen ist es wichtig, die Umgebung an die veränderten Bedürfnisse anzupassen. Sorgen Sie mit Hilfe von Rampen oder Treppen dafür, dass Ihre Samtpfote weiterhin ihre Lieblingsplätze erreicht. Bieten Sie ihr statt eines senkrecht stehenden Kratzbaums lieber eine waagrechte Kratzmöglichkeit an. Wichtig ist, dass Futter- und Trinknäpfe sowie Katzentoiletten an mehrere Stellen und immer mindestens einer auf jeder Etage stehen. Hat Ihre Katze Schwierigkeiten beim Putzen, unterstützen Sie sie durch regelmäßiges Bürsten. Manchmal ist es auch wichtig, den Einstieg in die Katzentoilette zu erleichtern- funktionieren Sie z.B. Plastikboxen durch Anpassung des Ausschnittes zum Einstieg um.

  • Liegeplätze:

Gute gepolsterte und leicht erreichbare Liegeplätze helfen.

  • Physiotherapie:

Gut ausgebildete Therapeuten zeigen Ihnen gerne verschiedene Bewegungsübungen und Massagentechniken. Das Unterwasserlaufband ist für Hunde mit Arthrose sehr hilfreich. All dies hilft, die Muskulatur zu erhalten oder gar wieder aufzubauen und die Funktionalität der Gelenke zu verbessern.

  • Alternativmedizin:

Stoßwellen- sowie Lasertherapie oder Akupunktur können unterstützend eingesetzt werden.

Wie kommt man zur Diagnose?

Besteht der Verdacht auf Arthrose, führen wir neben der Allgemeinuntersuchung auch eine orthopädische Untersuchung durch. Häufig sind ergänzende Untersuchungen wie Röntgen- oder CT-Aufnahmen notwendig.

Ihr Tier ist ca. 8 Jahre alt oder älter?

Dann empfehlen wir zusätzliche eine Blutuntersuchung, da sich auch andere Krankheiten schleichend entwickeln und im Alltag lange unbemerkt bleiben. Dies lässt sich sehr gut zeitgleich durchführen.

Haben Sie eines der oben genannten Symptome bei Ihrem Hausgenossen bemerkt?
Vereinbaren Sie jetzt einen Termin.

Wir sind für Sie da!


Wärmeentwicklung im Sommer – wichtige Hinweise für Ihr Tier


Sommer & Hitze: So schützen Sie Ihren Vierbeiner

der Sommer steht vor der Tür – für uns oft eine schöne Zeit, für unsere Vierbeiner jedoch schnell belastend. Hohe Temperaturen bringen Risiken mit sich, die häufig unterschätzt werden.

Damit Ihr Tier gut durch die heißen Tage kommt, haben wir die wichtigsten Hinweise für Sie zusammengestellt.

🚗 Wärmeentwicklung im Auto – oft unterschätzt

Ein Fahrzeug kann sich innerhalb kurzer Zeit stark aufheizen.

Bereits bei 20 °C Außentemperatur steigt die Temperatur im Auto innerhalb von 30 Minuten auf etwa 36 °C an – auch ein geöffnetes Fenster bietet keinen ausreichenden Schutz.

Für Hunde wird das schnell lebensgefährlich.

☀️ Hitze belastet den Körper

Hunde und Katzen können ihre Körpertemperatur schlechter regulieren als wir Menschen.

Sie geben Wärme vor allem durch Hecheln und nur in geringem Maß über die Pfoten ab.

Nehmen  Sie

  • Starkes Hecheln
  • Häufiges Stehenbleiben

als Warnzeichen.

Vermeiden Sie intensive Aktivitäten bei hohen Temperaturen – bei den Kurznasen ist das häufig nur ein kurzer Spaziergang.

💧 Anzeichen von Austrocknung

Bei Hitze kann es  zu Flüssigkeitsmangel kommen. Mögliche Hinweise sind:

  • Klebrige Schleimhäute im Maul
  • Ungewöhnlicher Durst
  • Dunkler Urin oder seltener Urinabsatz
  • Schlappheit
  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Verminderter Appetit
  • Eine Hautfalte bleibt länger bestehen

🥣 So können Sie Ihr Tier unterstützen

  • Stellen Sie jederzeit frisches Wasser bereit
  • Nehmen Sie Wasser auf Spaziergänge oder zu Unternehmungen mit
  • Feuchtfutter kann eine Alternative zum Trockenfutter sein
  • Wasser kann zusätzlich unter das Futter gemischt werden
  • Sorgen Sie für schattige und kühle Rückzugsorte

☀️ Achtung Sonnenbrand

Vor allem Tiere mit weißem oder sehr hellem Fell können empfindlich auf Sonneneinstrahlung reagieren. Hier sind insbesondere wenig behaarte Stellen wie Nasenrücken und Ohren betroffen.

Auch bei Tieren kann UV-Strahlung langfristige Schäden wie Tumorbildung verursachen.

Wenn Sie unsicher sind, was Sie bei Ihrem Tier bei hohen Temperaturen beachten sollten, sprechen Sie uns gerne an.

Wir sind für Sie da!


Gesundes Fell, gesunde Haut: So unterstützen Sie Ihr Tier richtig


Gesunde Haut und glänzendes Fell: So pflegen Sie Ihr Haustier richtig

Die Pflege von Haut und Haarkleid ist entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Haustieres. Ein glänzendes Fell gilt nicht ohne Grund als Zeichen für ein gesundes Tier.

Warum Haut und Fell so wichtig sind
Die Haut ist das größte Körperorgan und erfüllt viele wichtige Funktionen:

  • Schutz vor Witterung, Krankheitserregern, Allergenen und UV-Strahlen
  • Isolation gegen Kälte und Hitze
  • Wahrnehmung von Schmerz, Druck und Temperatur
  • Produktion von Vitamin D
  • Energiespeicherung
  • Kommunikation über Fellstellung und Duftstoffe

Aufbau des Fells
Das Haarkleid besteht aus zwei Schichten:

  • Deckhaar:
    Das Deckhaar ist die äußere Schicht, die Schutz vor Regen, Schmutz und UV-Strahlen bietet. Es ist oft gröber und dicker als die Unterwolle.
  • Unterwolle:
    Die Unterwolle ist die weiche, dichte Schicht unter dem Deckhaar, die für die Wärmeisolation sorgt.

Fellwechsel – besondere Pflege nötig
Zweimal im Jahr ist der Fellaustausch für 6 bis 8 Wochen besonders heftig: Mit abnehmender Tageslichtlänge und sinkenden Temperaturen bilden unsere Vierbeiner ihr Winterfell aus und stoßen es umgekehrt zum Frühjahr hin wieder ab. Zu den Zeiten dieses Fellwechsels benötigen Ihre Hausgenossen besonders viel Fellpflege.

Die richtige Fellpflege sorgt für einen reibungslosen Übergang und verringert das Risiko von Hautproblemen wie Juckreiz, Reizungen und Schuppen während des Fellwechsels.  V. a. bei Rassen mit starkem Unterfell kann während des Fellwechsels Juckreiz auftreten, da ausgefallene Haare, die im Fell hängen, pieken können. Tote Haare können von Bakterien zersetzt werden. So entsteht oft der typisch muffige Fellgeruch.

Auch Alter und Hormone beeinflussen den Fellwechsel:

  • ältere Tiere haaren häufig mehr
  • kastrierte Tiere haaren oft stärker
  • manche Hündinnen verlieren vor der Läufigkeit vermehrt Fell

Bürsten, Kämmen oder Baden?
Am einfachsten ist der regelmäßige Griff zur Bürste und zum Kamm. Oft tut auch eine Flohkamm sehr gute Dienste. Das Bürsten dient dazu, Schmutz und abgestorbene Haare aus dem Fell zu entfernen, Verfilzungen zu vermeiden, um keine optimalen Bedingungen für Parasiten zu bieten, und die Luftzirkulation im Fell zu erhöhen. Bürsten fördert zudem die Durchblutung und stimuliert so das Wachstum gesunder Haare. Zum anderen entdeckt man dabei Parasiten wie Zecken und Flöhe genauso wie Hautveränderungen und kann frühzeitig Abhilfe schaffen.

Baden wird nur in Ausnahmesituationen fällig. Benutzen Sie dabei immer ein spezielles Shampoo für Tiere, da auch scheinbar milde Babyshampoos einen sauren pH-Wert von ca. 5,5 haben, der das Mikrobiom der Tierhaut stören kann. Lassen Sie das Shampoo ausreichend lange einwirken, bevor Sie es wieder gründlich ausspülen. So entfernen Sie nicht nur starken Schmutz und Gerüche, sondern beseitigen gleichzeitig abgestorbene Zellen und entziehen auf diese Weise z.B. krank machenden Bakterien und Hefepilzen die Lebensgrundlage.

Probleme wie Juckreiz, trockene oder fettige Haut, Hautreizungen und -entzündungen bedürfen meist eines gezielten Einsatzes von Shampoos, Schäumen und/oder Sprays. Dafür ist die Untersuchung in der Tierarztpraxis nötig.

Pflege je nach Felltyp
Jeder Felltyp hat unterschiedliche Anforderungen. Nicht jedes Tier hat gleich viel Unterwolle. Zum Beispiel haben Kurzhaarhunde wie Boxer und Pinscher oft keine oder nur wenig Unterwolle.

Hunde, wie der Labrador Retriever, alle Schlittenhunde oder Schäferhunde und Katzen, die neben dem Deckhaar viel Unterwolle besitzen, sollten 2 bis 3x pro Woche und täglich während des Fellwechsels gebürstet werden, um lose Haare zu entfernen. Haben Hunde wie Bobtails oder Tibet Terrier oder Langhaarkatzen, wie Angora- oder Perserkatzen viel Unterwolle und zusätzlich langes Fell, sollten Sie diese täglich bürsten, um Verfilzungen zu vermeiden. Bitte immer besonders auf Problemzonen wie hinter den Ohren und an den Beinen, unter den Achseln und in der Analregion achten. Knoten im Fell sollte man vorsichtig mit den Fingern entwirren, niemals mit Gewalt auskämmen. Verfilzte Knoten, die sich beim besten Willen nicht entwirren lassen, müssen vorsichtig herausgeschnitten werden.

Das Fell von Draht- oder Rauhaarhunden wie Schnauzern, vielen Terriern, Rauhaardackeln o. ä. ist wie der Name sagt, drahtig/rauh und geht oft mit viel Unterwolle einher. Da das Deckhaar dieser Hunde nicht von allein ausfällt, wird Trimmen alle 3 bis 4 Monate erforderlich, um alte Deckhaare zu entfernen.

Bei wellhaarigen Hunden, wie Pudeln oder Wasserhunden, findet kein Fellwechsel statt. Diese Hunde brauchen regelmäßiges Scheren. Bitte lassen Sie sich auch von uns die Ohrenpflege zeigen. Es macht weder Sinn diese Haare einfach zu kürzen, noch zu versuchen alle in einer Sitzung zu entfernen. Verfilzungen vermeiden sie, in dem Sie diese Hunde mehrmals pro Woche Kämmen.

Auch Katzen profitieren von regelmäßigem Bürsten, da es hilft, die Bildung von Haarballen zu reduzieren, die für Katzen ein gesundheitliches Problem darstellen können. Ein Tipp: nutzen sie nach dem Bürsten ein feuchtes Leder, um die restlichen losen Haare aus dem Fell zu entfernen. Spezielle Ergänzungsfuttermittel fördern eine natürliche Haarballenpassage.

„Sommerhaarschnitt“ – sinnvoll?
Bei Rassen mit viel Unterwolle, wie Huskys, Pomeranian und Golden Retriever, sollte man das Scheren vermeiden, da die Unterwolle als natürlicher Temperaturregulator fungiert und die Haut sowohl vor Kälte als auch vor Hitze schützt. Das Scheren kann den Wachstumszyklus des Fells stören und zu ungleichmäßigem Fellwachstum führen. Bei Wasserhunden wie Golden oder Labrador Retriever ist die Unterwolle extrem wichtig, da sie die Haut vor dem Austrocknen und der Unterkühlung im Wasser schützt und darüber hinaus notwendigen Auftrieb beim Schwimmen gibt.

Ernährung als Unterstützung
Eine ausgewogene Ernährung ist sehr wichtig für ein gesundes Fell.

  • Ihr Eiweiß liefert wichtige Aminosäuren für die Bildung von Keratin, einem wichtigen Bestandteil des Fells.
  • Biotin & Zink tragen zur normalen Funktion von Haut, Fell und Krallen bei.
  • Essenzielle Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6 stärken die Hautbarriere.

Besonders in Zeiten erhöhten Bedarfs kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein.

Lassen Sie sich dazu von uns beraten.

Wir sind für Sie da!


Herzlichen Glückwunsch zum Familienzuwachs


Das gesamte Team gratuliert Herrn Klöss und seiner Familie ganz herzlich zur Geburt ihres zweiten Stammhalters.

Wir wünschen der jungen Familie von Herzen alles Gute, viele wunderschöne gemeinsame Momente, Gesundheit und eine unvergessliche Kennenlernzeit.

Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir Ihnen viel Freude, Glück und zahlreiche besondere Augenblicke.

 


Zahngesundheit bei Hund & Katze: So erkennen Sie Probleme – und was tatsächlich hilft


Zahngesundheit für Vierbeiner – ein Leben ohne Schmerzen

Wussten Sie, dass Ihre Vierbeiner genauso auf eine gesunde Maulflora angewiesen sind wie wir Menschen auf eine gesunde Mundflora? Leider bleiben Zahnprobleme bei Tieren häufig lange unbemerkt – und können dann zu erheblichen Schmerzen und ernsthaften Entzündungen führen.

Schauen Sie Ihrem Tier regelmäßig ins Maul

Machen Sie es zur Gewohnheit, das Zahnfleisch und das Gebiss Ihres Tieres regelmäßig zu begutachten. Nur so lassen sich Veränderungen rechtzeitig feststellen, bevor sie zu einem ernsthaften Problem werden.

Kleine Hunderassen sind dabei besonders gefährdet: 42 Zähne auf engem Raum bedeuten häufig, dass die Zähne so eng stehen und eine natürliche Selbstreinigung kaum stattfinden kann. Bei kurznasigen Rassen ist diese Problematik oft noch extremer – die Zähne stehen durch den Platzmangel verdreht im Kiefer.

Auch Katzen neigen frühzeitig zu oft unerkannten Zahnerkrankungen.

Woran Sie erkennen, dass Ihr Tier Hilfe benötigt

Achten Sie auf folgende Warnsignale, die auf Zahnprobleme hindeuten können:

  • Ein plötzlich veränderter oder besonders intensiver Geruch aus dem Maul kann ein erstes Anzeichen für Zahnprobleme sein.
  • Gelbe oder bräunliche Beläge können unbehandelt zu Zahnfleischentzündungen und Infektionen führen.
  • Gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten – besonders beim Zähneputzen – können auf eine beginnende Entzündung hinweisen.
  • Tiere mit Zahnbeschwerden meiden gerne hartes Futter, kauen zögerlich oder fressen anders als gewohnt.
  • Mehr Speichelfluss als üblich kann ein Hinweis auf Schmerzen im Maul sein.
  • Tiere, die versuchen, Beschwerden selbst zu lindern, reiben ihr Maul häufig an Gegenständen.

Wichtig zu wissen: Viele Tiere fressen trotz starker Schmerzen im Maul weiter – auch mit lockeren oder gebrochenen Zähnen. Schmerzen äußern sie spät und oft auf für Tierhalter schwer erkennbare Weise. Genau deshalb empfehlen wir eine jährliche professionelle Zahnuntersuchung – zum Beispiel im Rahmen der jährlichen Impfung oder des Gesundheitschecks – um die Zahngesundheit Ihres Tieres langfristig zu sichern.

Zähne putzen: Wenig Aufwand, große Wirkung

Das regelmäßige Zähneputzen ist die wirkungsvollste Maßnahme, die Sie für die Mundgesundheit Ihres Tieres ergreifen können. Idealerweise putzen Sie täglich – so wird es zur Routine. Das Putzen beugt Plaque und Zahnsteinbildung vor und schützt damit vor Entzündungen der Maulschleimhaut.

Für jedes Tier gibt es passende Zahnbürstenformen. Tierische Zahnpasta ist nicht nur in der Zusammensetzung auf Vierbeiner abgestimmt, sondern kommt auch in Geschmacksrichtungen, die Tiere gerne mögen. Wir beraten Sie gerne.

Schritt für Schritt zum erfolgreichen Zähneputzen

Am besten beginnen Sie bereits im Jungtieralter mit der Gewöhnung. Gehen Sie dabei behutsam und ohne Druck vor:

Beginnen Sie damit, Maul, Zähne und Zahnfleisch Ihres Tieres sanft mit dem Finger zu berühren. Ist Ihr Tier damit vertraut, greifen Sie am besten zunächst zu einer Fingerzahnbürste. Tauchen Sie diese in etwas, das Ihr Haustier mag – für Katzen beispielsweise der Saft einer Thunfischdose. Führen Sie die Bürste seitlich unter die Lefze ein und machen kreisende Bewegungen im Bereich der Eck- und Backenzähne. Schneidezähne und Innenflächen dürfen zunächst übersprungen werden.

Haben Sie Ihre Technik verfeinert, können Sie auf eine Zahnbürste mit Tierpasta umsteigen. Beenden Sie jede Zahnputz-Session mit Spiel, Streicheln und einem Leckerli – so verbindet Ihr Haustier die Routine mit etwas Positivem und freut sich im besten Fall bald sogar darauf.

Weitere Unterstützung für gesunde Zähne

Ergänzend zum Zähneputzen gibt es spezielle Futtersorten, die Zahnbelag reduzieren helfen. Auch Kauartikel, Kauspielzeug und zahnpflegende Ergänzungsfuttermittel können die Mundhygiene unterstützen – sprechen Sie uns gerne auf passende Empfehlungen an.

Da viele Tierhalter die Bedeutung der Zahngesundheit nicht kennen, führen wir bei der jährlichen Impfung oder dem Gesundheitscheck routinemäßig eine Zahnkontrolle durch, um Probleme möglichst früh zu entdecken.

 

Wann hatte Ihr Tier die letzte Zahnuntersuchung? Vereinbaren Sie jetzt einen Termin.

Wir sind für Sie da!


Vets with Horsepower 2026 – Fortbildung trifft Engagement


Das Projekt „Vets with Horsepower“ verbindet tierärztliche Fortbildung mit sozialem Engagement.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen, Hintergründen und Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie hier: 👉 www.vetswithhorsepower.com